Ausgleichssport

"Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft."
Zu Emil Zatopeks Zeiten mag das so gewesen sein. Heute wissen wir: wer nur läuft, ist häufiger verletzt und verliert schnell die Lust. Alternatives Training ist angesagt: Radfahren, Schwimmen und Kräftigungstraining sind optimale Trainingsformen, die auch beim Laufen weiterhelfen. Nur so können Muskeln trainiert werden, die man mit keinem Laufschritt erreicht.

Bei vielen Läufern sind die Beine zwar kräftig, der Oberkörper jedoch eher weniger. Dies macht sich vor allem auf den letzten Laufkilometern im Training und Wettkampf bemerkbar, wenn der Laufstil leidet und die Körperstatur in sich zusammenzusacken droht.
Die Laufökonomie und die Stabilität des gesamten Muskel- und Sehnenapparates wird verbessert. Ein solches "Zusatztraining" beugt Verletzungen vor, da ein kräftiges Muskelkorsett den Körper stabil hält.

Mit Kräftigungsübungen bzw. Krafttraining lassen sich zum Beispiel gezielt verschiedene Muskelzonen aufbauen. Ob zu Hause oder im Fitness-Studio: Zwei bis dreimal wöchentlich 20 Minuten reichen aus, um bald schon Ergebnisse festzustellen. Am besten tut ihr dies an einem Ruhetag oder vor einem lockeren Lauf. Die anzusprechenden Muskelpartien sind Schulter-, obere Rücken- und Oberarmmuskulatur, Rücken-, Bauch- und Hüftmuskulatur.
Wer stilistisch keine Probleme hat, kann mit Kraulschwimmen beste Resultate erzielen und tut dabei noch etwas für die Ausdauer, ohne Gelenke zu belasten. Ein stabiler Oberkörper hat einen besseren Laufstil zur Folge.