Richtiges Tempo

Viele laufen zu schnell, vielleicht sogar die meisten. Vor allem Anfänger machen diesen Fehler, aber auch fortgeschrittene Läuferinnen. Gerade bei Anfängern ist das fatal, denn dies kann dazu führen, dass sie schnell außer Puste sind und wenig Lust empfinden, es weiter mit dem Laufen zu probieren.

Auch unter engagierten und ambitionierten Läuferinnen gibt es viele, die immer zu schnell unterwegs sind. Jedes Training ist ein kleiner Wettkampf, und wenn sie dann im Wettkampf antreten, wundern sie sich, dass es nicht wie gewünscht läuft und dass Verbesserungen ausbleiben.
Der Grund ist einfach: Diese Läuferinnen haben ihr Pulver schon im Training verschossen. Die Reserven sind vor dem Tag X nicht optimal abrufbar oder sogar erschöpft. Wer ständig zu schnell läuft, rennt permanent am Limit und kann im Wettkampf nichts mehr drauflegen.

Sinnvolles Lauftraining bedeutet für Laufeinsteiger, in gemächlichem Tempo dahinzutrotten. Es geht schließlich nicht darum, eine Bestzeit aufzustellen, sondern darum, möglichst lange unterwegs zu sein. Das funktioniert nur in einem gemächlichen Tempo. Die Faustregel für dieses Tempo: Ihr solltet euch beim Laufen immer problemlos unterhalten können.
Den überweigenden Anteil eines Lauftrainings machen ruhige, sehr lockere Läufe aus. Der Experte nennt dies "Laufen im aeroben Bereich" und meint damit ein Tempo, bei dem sich Sauerstoffaufnahme und -verbrauch das Gleichgewicht halten. Der Puls sollte beim langsamen Dauerlauf nicht mehr als 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz betragen. Letzteres ist die Frequenz, die Sie maximal im Ausbelastungstest erreichen können.